
Hören Sie auf, zu raten – wann Ihre Smart-Meter im kalten Wetter ausfallen werden.
Smart-Meter haben es nicht leicht. Sie befinden sich draußen im Regen, Schnee und bei eisigem Wind. Wenn Kondenswasser entsteht oder die Temperatur zu niedrig wird, funktionieren die elektronischen Komponenten einfach nicht mehr. Um die Geräte am Laufen zu halten, verwenden wir Heizlampe, um die Schaltplatten warm zu halten.
Doch lange Zeit waren diese Heizgeräte „dumm“ – sie gaben einfach nur Wärme ab, bis sie schließlich versagten. Wenn man dann feststellte, dass ein Problem vorlag, hatte man bereits ein defektes Gerät vor sich – und einen Techniker, der ins Freie fahren musste, um das Problem zu beheben.
Eine intelligentere Methode zur Erwärmung
Wir ändern das. Anstelle davon, einfach Strom in einen Glühfaden zu leiten und auf das Beste zu hoffen, setzen wir Sensoren direkt in den Heizkreislauf ein.
So funktioniert es: Das System überwacht die Widerstandswerte der Lampen. Wenn dieser Widerstand anfängt, abzunehmen, weiß das System, dass die Komponente nachlässt. Man erhält eine Benachrichtigung auf dem Bildschirm, solange das Gerät noch funktioniert. Das ist der Unterschied zwischen einem geplanten Austausch und einem Notfall.
Die Abwägung
Auf diesen Schaltplatten ist wenig Platz. Man kann dort nicht einfach einen riesigen Heizer platzieren. Wir lenken die Wärme genau dorthin, wo sie benötigt wird – auf die Oszillatoren und Kondensatoren, die bei Kälte Probleme machen können. Wenn man zu viel Leistung verwendet, kann das eher schaden als nützen. Man riskiert dabei, die Lötstellen zu beschädigen oder die elektrolytischen Kondensatoren zu schnell zu zerstören. Es geht darum, den richtigen Mittelweg zu finden.
Kompromisse – und ein wichtiger Tipp
Natürlich kostet die Integration dieser Diagnosefunktionen Geld. Sie erhöhen die Komplexität des Firmwares und den Preis der Bauteile etwas, wegen der zusätzlichen Schaltungen.
Aber ehrlich gesagt: Es lohnt sich, auf diese Weise aufs Geratewohl zu handeln.
Eines sollte man beachten: Die Positionierung der Heizelemente. Wenn man sie zu nah an den Temperatursensor platziert, entsteht eine Rückkopplungsschleife. Der Sensor spürt die Wärme der Lampe, geht davon aus, dass die Umgebungstemperatur hoch ist, und schaltet den Heizer daher vorzeitig aus.
Wir haben herausgefunden, dass ein Abstand von mindestens 15 mm ratsam ist. So kann der Sensor die tatsächliche Temperatur der Schaltplatte messen – und der Heizer schaltet sich erst ein, wenn es wirklich kalt draußen ist.