
Warum Ihre Infrarotlampen ständig kaputtgehen – und wie wir das Problem gelöst haben
Wenn Sie schon einmal versucht haben, eine Smartwatch zu reparieren, wissen Sie, um was es geht. Man braucht gerade so viel Wärme, damit der Kleber weich wird – doch wenn man zu viel Energie einsetzt, kann der OLED-Bildschirm zerstört werden oder die Batterie schwillt an. Es handelt sich dabei um ein feines Gleichgewicht.
Wir verwenden Kurzwellen-Infrarotlampen, um die Reparatur durchzuführen. Doch die Wärme selbst ist nicht das eigentliche Problem – vielmehr ist es die ständige Erwärmung und Abkühlung der Lampen. Stellen Sie sich vor: Die Lampe dehnt und zieht sich ständig zusammen. Das ist wie das Biegen eines Papierclips hin und her. Wenn der Halterungsmechanismus nicht für solche Belastungen konzipiert ist, wird er brechen.
Wie man das Verformen verhindert
Wir haben viel Zeit damit verbracht, den Verschleiß der Halterungsstrukturen zu untersuchen. Der Quarzkörper und der Wolframdraht dehnen sich schließlich nicht mit derselben Geschwindigkeit aus. Wenn sie gegeneinander wirken, biegt sich der Halterungsmechanismus.
Um dieses Problem zu lösen, haben wir auf hochreinen Quarz zurückgegriffen, der eine sehr spezifische thermische Ausdehnungskraft hat. Dadurch bleibt alles stabil – auch nach zehntausend Zyklen.
Wir haben uns jedoch nicht nur auf die Mathematik verlassen. Wir haben die Lampen im Labor stark belastet: Wir haben die Spannung erhöht, die Lampen mit schnellen Ein-/Ausschaltvorgängen belastet und nach irgendwelchen Anzeichen von Verschleiß gesucht. Schon eine winzige Verformung – also ein Bruchteil eines Millimeters – kann dazu führen, dass sich die Wärme ungleichmäßig verteilt. Dadurch entstehen heiße Stellen am Gehäuse der Uhr – und das will niemand.
Der Kompromiss
Um diese extrem schnellen Reaktionszeiten zu erreichen, mussten wir die Leistungsdichte erhöhen. Doch mehr Leistung bedeutet auch mehr Belastung für die Steckverbinder. Um Ausfälle während dieser schnellen Prozesse zu vermeiden, haben wir die Kontaktstellen verstärkt.
Ein kleiner Tipp: Auch wenn die Halterungsmechanismen die Belastung aushalten können, muss man der Lampe Raum zum Atmen lassen. Wenn man die Lampe in einen zu engen Behälter steckt, um Platz zu sparen, sammelt sich dort Wärme an. Das verkürzt die Lebensdauer des Halterungsmechanismus erheblich. Geben Sie der Lampe also etwas Luft.
Was das für Sie bedeutet
Letztendlich bedeutet das einfach, dass Ihre Lampe gerade bleibt und die Wärme genau dort ankommt, wo sie hinsoll: an die Klebestelle. Sie erhalten somit eine Ersatzlampe, die wirklich stabil bleibt. Kein Bedarf mehr, die Lampe alle paar Monate auszutauschen – schließlich verformt sich der Draht sonst. Einfach die Lampe einsetzen und weiterarbeiten.