
Hören Sie auf, darauf zu warten, dass Ihre Heizelemente kaputtgehen.
Seien wir ehrlich: Die alte Vorgehensweise ist wirklich schlecht. Man lässt die Heizelemente weiterarbeiten, bis sie schließlich kaputtgehen – und merkt erst dann, dass etwas nicht in Ordnung ist, wenn eine Reihe von Komponenten bei der Qualitätskontrolle versagt. Plötzlich steht die Produktion still. Das ist ein Ärger, den niemand haben möchte.
Wir verzichten auf diese „reparieren, sobald etwas kaputtgeht“-Mentalität. Stattdessen entwickeln wir Systeme, die bereits vor dem Versagen der Komponenten signalisieren, dass etwas nicht in Ordnung ist.
Wie es funktioniert
Die meisten Systeme betrachten nur die Temperatur. Das reicht jedoch nicht aus. Wir beobachten außerdem die elektrischen Parameter. Durch die Überwachung der Impedanz und des Stromflusses kann das System erkennen, wenn sich ein Heizelement allmählich abnutzt. Wenn der Widerstand um mehr als 5 % steigt, gibt der Controller ein Signal. Anstatt mitten in der Nacht einen Notruf abzusetzen, kann man einfach den Glühfaden während der nächsten geplanten Pause austauschen. Einfach.
Die Nachteile (denn nichts ist umsonst)
Um solche Informationen zu erhalten, kann man nicht einfach einfache Komponenten verwenden. Man muss hochpräzise Shuntwiderstände sowie zusätzliche ADC-Kanäle in die Stromversorgung einbauen. Das nimmt zwar mehr Platz auf der Leiterplatte in Anspruch – und die Anfangskosten sind auch etwas höher. Doch man zahlt im Grunde etwas mehr, um sich etwas Ruhe zu verschaffen und unplanmäßige Ausfälle zu vermeiden.
Das Problem mit der Hitze
Wenn man einen Hochleistungs-Glühfaden in einen kleinen Gehäuseplatz packt, kann die entstehende Hitze die Sensordaten beeinträchtigen. Man muss daher geeignete Kühlfans und Kühlmittel verwenden. Andernfalls können die Elektronikkomponenten, die den Glühfaden überwachen sollen, beschädigt werden.
Einsatz im Produktionsbetrieb
Das Beste daran ist, dass diese Systeme leicht in die bestehenden Steuerungen integriert werden können. Man verbindet sie einfach über Modbus oder IO-Link mit der vorhandenen PLC-Steuerung. Anstelle einer einfachen „Ein-/Ausschalter-Funktion“ erhält man eine Angabe zum „Gesundheitszustand“ des Glühfadens. Wenn der Glühfaden 80 % seines Lebenszyklus hinter sich hat, wird automatisch ein Wartungsauftrag generiert. Kein Rätseleinlegen mehr – einfach ein schneller, datenbasierter Austausch und schon kann die Produktion weiterlaufen.